Was bedeutet Phthalatfrei?

Was bedeutet Phthalatfrei?

Was bedeutet Phthalatfrei?

In der letzte Zeit wird Plastik von allen Seiten kritisiert. Insbesondere riesige Müllinseln im Ozean und gefährliche Mikroplastikteile sorgen für Aufsehen.

Ein Leben ohne Kunststoff wäre für uns trotzdem kaum vorstellbar. Seit über 100 Jahren übernimmt das Material in vielen Lebensbereichen etwa in der Medizin wichtige Aufgaben und ermöglicht erst die Gebrauchsfähigkeit von vielen Produkten. Eine gute Alternative zu dem wandlungsfähigen und vielseitig einsetzbaren Stoff zu finden, ist nicht leicht.

 

Aktuell veranschaulicht der Ökotrend bei den Lebensmittelhändlern das Bedürfnis der Verbraucher mit guten Gewissen einkaufen zu gehen. Statt Plastiktüten werden in Supermärkten leicht recycelbare Papierverpackungen und Stoffbeutel angeboten. Leider kann die Papiertüte die Funktionalität von Plastik für die frische Lebensmittel nur beschränkt erfüllen, da sie schnell durchnässt und die Feuchtigkeit von Lebensmittel wie Schafskäse oder Wurst nicht isoliert.

 

Im Grunde genommen ist Plastik ein faszinierender Werkstoff. Obwohl seine Produktion ein synthetischer Prozess ist, wird Plastik aus organischen Material – Erdöl hergestellt. Für die Herstellung wird weitaus viel weniger Energie und Wasser verbraucht, als für nachhaltige Alternativen – ein unschlagbares Vorteil!

 

Was macht aber Kunststoff so gefährlich?

 

die Weichmacher und
 

die Belastung der Umwelt durch Plastikabfälle!

 

Da der Kunststoff ursprünglich fest und spröde ist, müssen bei seiner Herstellung Weichmacher zugesetzt werden, um ihn biegsam und elastisch zu machen. Jedoch können die Weichmacher im Laufe der Zeit verdampfen und an die Umwelt abgegeben werden.

 

Wo sind Weichmacher drin?

 

Wir begegnen sie überall, auch in eine Reihe von Produkten, bei denen man zunächst gar keine Weichmacher vermuten würde. In Verpackungsmaterial wie Frischhalteboxen also Tetrapak, Mikrowellengerichte, aber auch in Kosmetikartikeln etwa in Haarspray, Textilien wie Regenkleidung, Gummistiefel, Laufschuhe, Planschbecken, Raumausstattung: Tapeten, Fußbodenbelägen, Kabelummantelungen usw.
 

Die meist verbreitete Weichmacher enthalten Phthalate und gerade die sind für den schlechten Ruf verantwortlich.

Die Phthalate haben einen negativen Einfluss auf unser Hormonsystem, erweisen sich als toxisch für Leber und Nieren, fördern Diabetes und Atemnoterkrankungen, führen bei Männern zur Störung der Fortpflanzungsfähigkeit.

 

Was wird dagegen gemacht?

 

Da Phthalate geruch- geschmack- und farblos sind, fanden sie im vergangenen Jahren breite Anwendung. Zudem sind sie noch günstig in Herstellung und übernehmen zusätzliche Aufgaben als Flammschutzmittel und Stabilisatoren. Erstaunlich, dass einige Produkten aus dem Kunststoff fast bis zur Hälfte aus Weichmacher bestehen.

Der zunehmende Einsatz von Weichmachern in Kunststoff und nachgewiesene Studien zu gesundheitlichen Beeinträchtigung durch Phthalate machten gesetzliche Regelungen erforderlich.

Einige phthalathaltige Weichmacher wurden verboten. Andere Weichmacher unterliegen der gesetzlichen Informationspflicht an den Endverbraucher, weil die Phthalatwerte den Grenzwert zwar nicht überschreiten, aber dennoch in einem der Materialien (zum Beispiel der Sohle eines Laufschuhs) vorhanden sind.

Inzwischen gibt es auf dem Markt genug phthalatfreie Alternativen. Die phthalatfreie Weichmacher sind wesentlich teurerer, aber hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Gesundheit der Menschen und der Umwelt unbedenklich.

Unsere Wegwerfgesellschaft, die von Konsum und Überfluss an Gebrauchsgüter geprägt ist, braucht dringend eine neue Lebensphilosophie. In der Welt werden Jahr für Jahr Millionen Tonnen Plastik nach einmaligen Gebrauch achtlos weggeworfen. Dies wiederum bedeutet, dass nicht der Kunststoff als Material im Fokus der Ökodebatte stehen soll, sondern vielmehr die Art und Weise wie wir damit umgehen.

Plastil kann umweltbewusst und nachhaltig sein!


Die wissenschaftliche Untersuchungen und Studien belegen, dass Plastik mit innovativen Herstellungsverfahren und Verarbeitungsstandards durchaus umweltbewusst und auch nachhaltig sein kann.

Die Abfüller von alkoholfreien Getränken setzen auf Materialeffizienz und produzieren Lightweight-PET-Flaschen, die viel dünner und leichter als herkömmliche sind und trotzdem auch karbonisierte Getränke sicher verpacken.

Nicht zuletzt die Verwertung der Verpackungen führt zu einer Entlastung der Umwelt. Das Pfandsystem für Mehrweg- und Einwegverpackungen führt zu einem Kreislauf und somit zu einer längerer Lebensdauer in der Verwendung.

Außerdem ist bereits etwa ein Drittel der Kunststoffe in Europa biologisch abbaubar. In der Produktion von Bioplastik werden nachwachsende Ressourcen wie Zuckerrohr, Soja oder Mais statt Erdöl verwendet.

Unser Beitrag zur Umwelt
 

Im Produktionsprozess von unseren Puzzlematten ORTHOPUZZLE wird innovativer Kunststoff eingesetzt, der für die Lebensmiteilbranche zugelassen ist. Er enthält phthalatfreie Weichmacher und Lebensmittelfarben und wird auch für die Herstellung von Lebensmittelverpackung wie etwa Joghurtbecher verwendet.